iPad 2 und iPad im Vergleich

11.03.2011 13:22 Uhr von Thomas Konrad

Heute erscheint das Apple iPad 2 in den USA, ab 25. März soll es auch den deutschen Markt erobern. Doch der Verkaufsstart wirft auch Fragen auf: Lohnt sich die Anschaffung der zweiten Generation zum höheren Preis, wenn sich an Speicherkapazität und Bildschirmauflösung nichts getan hat? macnews.de vergleicht beide Geräte in Ausstattung und Preis und versucht, die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Zunächst sei gesagt, dass es sich hierbei um einen Fakten-Vergleich handelt. macnews.de liegt noch kein iPad 2 vor. Ausführliche Testberichte folgen in Kürze.

Design, Maße und Gewicht
Einmal mehr hat es Apple geschafft, die äußeren Abmessungen und das Gewicht eines Produktes in einer neuen Generation zu verringern. Insbesondere die Tiefe sticht hier hervor: Waren es beim ersten iPad mit gewölbter Rückseite noch 13,4 Millimeter, sind es beim iPad 2 gerade einmal 8,8 Millimeter. Auch die Breite hat der Hersteller um vier Millimeter auf knapp 18,6 Zentimeter verringert. In der Benutzung dürfte schnell auffallen, dass das iPad 2 eine flache Rückseite hat. Sie ist nur zum Rand hin leicht gewölbt und erinnert damit an die Form des aktuellen iPod touch. Der Vorteil: Das Gerät lässt sich auf glatten Flächen ohne lästiges Wackeln betreiben.

Vielen war das Gewicht des ersten iPads ein Dorn im Auge. Insbesondere bei Apps, die auf den Bewegungssensor zurückgreifen, wurden die Arme schnell schwer. Aber auch auf dem Rücken liegend lesend bekommt das iPad 1 in kurzer Zeit das Gewicht eines schweren Atlas. Ganz aus der Welt schafft wohl auch das iPad 2 diese Thematik nicht. Allerdings haben die Ingenieure 79 Gramm bei der Wi-Fi-Version und 117 Gramm bei der UMTS-Variante einsparen können.

Bei der Farbe des Displayrahmens bietet neue iPad 2 die Auswahl zwischen Schwarz und Weiß, das iPad 1 zeigte sich ausschließlich in der schwarzen Fassung. Die farbigen SmartCover aus Kunststoff oder Leder, die Schutz und Stütze zugleich sind passen sind ebenfalls exklusiv für das iPad 2.

Leistung
In beiden iPad-Generationen arbeitet ein 1 GHz-Prozessor mit so genannter System-on-a-Chip-Architektur. Allerdings hat dieser beim iPad 2 zwei Prozessorkerne. Unklar ist, inwiefern dieser neue A5-Prozessor mit zwei Kernen den Umgang mit normalen Applikationen beschleunigt. Schließlich hat man auch beim ersten iPad eher selten das Gefühl, dass lange Wartezeiten den Anwender am produktiven Arbeiten hindern. Es ist zu vermuten, dass nach und nach Applikationen im App Store zu finden sind, die den Leistungsschub ausnutzen können. Genaueres können letztlich aber nur Praxis-Tests zeigen. Steve Jobs zumindest behauptete auf der iPad-2-Präsentation, dass das neue Gerät doppelt so schnell sein wie sein Vorgänger. Die Grafikleistung soll sich sogar um das Neunfache verbessert haben.

Entgegen erster Vermutungen besitzt das iPad 2 512 Megabyte RAM-Speicher, beim ersten iPad waren es noch 256 Megabyte. Verdoppelt hat sich laut Macworld auch die Bustaktung auf nunmehr 200 MHz.

Ausstattung
In Sachen Ausstattung punktet das neue iPad mit lang ersehnten Kameras. Eine auf der Vorderseite nimmt Videos mit Ton in VGA Qualität auf, das sind 640 mal 480 Pixel. Auch Fotos lassen sich in dieser Qualität aufnehmen. Auf der Rückseite nimmt eine Kamera Videos in HD-Qualität mit 1280 mal 720 Pixel und 30 Bildern pro Sekunde auf. Ebenso wie auf der Vorderseite kann der Anwender auch damit Fotos machen. Dafür steht ein fünffacher Digitalzoom zur Verfügung.

Apple selbst stellt auf dem iPad 2 Applikationen bereit, die auf die Kameras zugreifen. Photo Booth ist eine App, die Anwender bereits von Mac-Rechnern kennen. Damit lassen sich Schnappschüsse mit heiteren Effekten versehen und verzerren. Und auch FaceTime, Apples neues System für Video-Chats, hat es aufs iPad geschafft. Mithilfe der auf dem iPad 2 vorinstallierten FaceTime-App lassen sich Video-Gespräche mit anderen Anwendern führen. FaceTime funktioniert auch auf Apples aktuellem iPod touch, dem iPhone 4 sowie auf aktuellen Macs mit installiertem Mac OS X 10.6.6. Die FaceTime-App gibt es im Mac App Store für 0,79 Euro*. Auch eine normale Kamera-App ist ab Werk auf dem iPad 2 zu finden.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger besitzt das iPad 2 einen 3-Achsen-Gyrosensor. Dieser nimmt Bewegungen und Beschleunigungen des iPads genauer wahr und könnte damit eine präzisere Steuerung ermöglichen. Auch im iPhone 4 und im iPod touch 4G kommt bereits ein Gyroskop zum Einsatz.

Gleich geblieben ist laut Apple die Akkulaufzeit. Zehn Stunden lang soll man bei beiden Geräten Videos betrachten, Musik hören und über WLAN im Internet surfen können. Über UMTS kann man mit beiden Geräte-Generationen neun Stunden surfen, verspricht Apple.

Verbessert haben sich beim neuen iPad die Möglichkeiten zur Video-Ausgabe. Mithilfe eines Dock-Connector-zu-VGA-Adapters konnte man bisher den Bildschirm in der nativen Auflösung von 1024 mal 768 Pixel ausgeben. Mit dem iPad 2 lässt sich der Bildschirmhalt entweder mit Apples VGA-Adapter oder dem Digital AV-Adapter mit bis zu 1080p-Qualität auf externe Bildschirme ausgeben. Dabei sieht der Nutzer auf seinem iPad genau das, was auch auf dem angeschlossenen Bildschirm zu sehen ist.

Konfigurationen und Preis
An den erhältlichen Konfigurationen hat sich nichts getan. Weiterhin bietet Apple eine WLAN- sowie eine WLAN+UMTS-Variante in den Speicherkapazitäten 16, 32 und 64 Gigabyte an. Im Vorfeld des iPad 2-Verkaufsstarts hat der Hersteller allerdings die Preise des ersten iPads gesenkt. Das Einsteiger-Modell ohne UMTS mit 16 Gigabyte Speicherkapazität gibt es für 379 Euro*, Die 32-Gigabyte-Version kostet 479 Euro*, für das erste iPad mit 64 Gigabyte bezahlt man derzeit 579 Euro*. Mit UMTS kostet das Ur-iPad 499 Euro*, dann jeweils 100 Euro mehr für die Verdopplung des Speichers.

Derzeit liegen keine Informationen über den Preis des neuen iPad-Tablets vor. Der Apple Store zeigt ab 25. März die genauen Preise. Möglich wäre, dass Apple sie an die ursprünglichen Preise des ersten iPads anpasst. Das günstigste Modell wäre dann für 499 Euro zu haben. 599 Euro kostete die 16-Gigabyte-UMTS-Version. Für 32 Gigabyte Speicher bezahlte man jeweils 100 Euro mehr, für 64 Gigabyte 200.

Überblick

 

Fazit
Ein abschließendes Fazit lässt sich an dieser Stelle nicht ziehen. Apples neues iPad 2 haben wir bislang noch nicht testen können. Betrachtet man allerdings die Eckdaten des neuen Gerätes fällt auf, dass Apple einige Punkte verbessern konnte. Schwachstellen wie eine fehlende Kamera beim ersten iPad sind mit der neuen Version behoben – und das gleich doppelt. Für Anwender, die genau darauf gewartet haben, ist nun ein guter Zeitpunkt zur Anschaffung des Apple-Tablets. Insbesondere, wenn andere FaceTime-Geräte im Bekanntenkreis vorhanden sind. Mit seinem großen Bildschirm und der dennoch hohen Mobilität ist das iPad wohl ein ideales Gerät für Video-Chats. Wie so oft gilt aber auch: Wer neue Funktionen beim ersten iPad nicht vermisst, muss nicht zwingend die neue Generation kaufen. Dank kostenloser Software-Updates bleibt man weitestgehend auf dem neusten Stand. Hinzu kommt, dass bereits gekauftes Zubehör für das erste iPad nicht immer mit den Nachfolger kompatibel ist und daher weitere Kosten anfallen würden

 

(Grafik: macnews.de)

Quelle//macnews.de – Foto//macnews.de

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, iPad, Neuheiten abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s